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Lanzarote in der Antike

Neuere archäologische Entdeckungen zeigen, dass die Insel vor mindestens 1000 v. Chr. Besiedelt wurde und dass diese Bevölkerung Kontakt zu den Phöniziern und Römern hatte.
Die Analyse von Pollen, die in Sedimenten aus dieser Zeit gefunden wurden, haben ergeben, dass Lanzarote zu dieser Zeit einen sehr hohen Pflanzenanteil hatte.
Diese ersten Bewohner kamen vermutlich aus Nordafrika (Berber. Allerdings bleiben viele Geheimnisse über die Urbevölkerung (Guanchen) ungelöst. Alle großen kanarischen Inseln waren bei der Eroberung durch die Europäer bewohnt.

Guanchen und Majos auf Lanzarote

Der Begriff bezog sich ursprünglich auf Guanche, den Ureinwohner Teneriffas. Inzwischen gilt  der Begriff für die eingeborene Bevölkerung aller kanarischen Inseln. Der Name „Majo“ bezieht sich speziell auf die Ureinwohner der Insel Lanzarote und Fuerteventura. Die Insel, die wir heute als Lanzarote kennen, wurde von den Ureinwohnern Titerogakaet oder Titeroigatra genannt; die „rosa-farbigen-Berge“.

Wiederentdeckung von Lanzarote

Der genuesische Seefahrer, Lancelotto Malocello, ist mit der Wiederentdeckung der Kanarischen Inseln im Jahr 1312 auf die Insel Lanzarote gestoßen und seit dem taucht die Insel auf Seekarten auf. Seit dem Jahr 1339 wird Lanzarote unter dem Namen „Insula de Lançarote Mallucellus“ (Insel Lancelotto Malocello), später verkürzt zu „Lanzarote“ bekannt. Ende des 14. Jahrhunderts fanden mehrere europäische Expeditionen auf die Insel Lanzarote statt, um Sklaven zu machen und die Orchilla zu sammeln, die eine Flechte ist, aus der Farbstoff gewonnen wurde.

Eroberung von Lanzarote

Lancelotto Malocello verbrachte einige Zeit auf der Insel und hatte sogar eine Festung in der Nähe des heutigen Teguise erbaut. Die endgültige Eroberung der Insel Lanzarote begann mit der Expedition des Freibeuters Juan de Bethencourt und Gadifer de la Salle. Im Jahr 1402 landeten sie an der Costa del Rubicón, in der Nähe der heutigen Playa Blanca. In Dokumenten wird eine entvölkerten Insel mit nur 300 Einwohner beschrieben.

Unter dem Einfluß des spanischen Adels (beginnend mit der Familie Herrera), kamen viele Sklaven aus Nordafrika, um die entvölkerten Insel zu besiedeln. Es waren Sklaven, die die Terrassen an den Hängen, mit Hilfe von Kamelen gruben. Die Nachkommen von Diego de Herrera und Ines Peraza behielten die Kontrolle von Lanzarote bis ins Jahr 1812.

Piraten auf Lanzarote

Maurischen Piraten wie Tabac Arraez und Morato Arraez griffen Lanzarote während des 16. Jahrhunderts immer wieder an.

Vulkanausbrüche auf Lanzarote

Die verheerendsten und fast kontinuierlichen Vulkanausbrüchen von 1730-1736 zerstört fast das gesamte urbar gemachte Ackerland  und etwa 25 Orte auf Lanzarote. Als die Ausbrüche nachließen, wurde etwa ein Viertel der Fläche Lanzarotes unter Lava begraben. Die kleineren Vulkanausbrüche von 1824 ließen drei weitere Vulkankegel entstehen. Während dieser 3 monatigen Ausbrüche, wurde wieder viel Ackerland verwüstet. Allerdings legte dieser letzte Ausbruch die Grundlage für den heutigen Weinanbau La Geria Tal, da diese Lavaablagerungen einen fruchtbaren Boden für den Weinstock darstellen.

Moderne Verwaltung auf Lanzarote

Die Verfassung von Cádiz von 1812 schuf das feudale System ab und die kanarischen Inseln wurden Provinz von Spaniens, mit Santa Cruz de Tenerife als Hauptstadt. Seit 1852 sind die kanarischen Inseln Freihandelszone und haben Ihre eigenen Zölle und Verbrauchssteuern.
1927 wurde das kanarische Archipel in zwei Provinzen aufgeteilt. Lanzarote, Gran Canaria und Fuerteventura fallen unter die Verwaltung der Provinz von Las Palmas. Im Jahr 1982 wurden die kanarischen Inseln als autonome Region Spaniens erklärt. Dieser Feiertag wird jährlich am 30. Mai gefeiert (Dia de Canarias).

Tourismusentwicklung auf Lanzarote

Die Eröffnung des Hotel Fariones in Puerto del Carmen im Jahr 1966 und die Eröffnung des Flughafens Lanzarote vier Jahre später, war der Beginn des modernen Tourismus auf Lanzarote.

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