Dass Fuerteventura nicht nur eine Mondlandschaft bietet, möchten wir Ihnen mit unserer Inselrundfahrt zeigen und Ihnen Insidertipps für gelungene Ausflüge in das Inselinnere geben.

 

Start in Jandia

Fuerteventura - Autotour von Jandia nach Betancuria

Fuerteventura – Autotour von Jandia nach Betancuria

Die meisten deutschen Urlauber verbringen Ihren Urlaub im Süden von Fuerteventura, daher starten wir in Jandia (einen Artikel zur Geschichte Jandias finden Sie hier) bzw.in Morro Jable unseren Ausflug über die Insel Fuerteventura.
In Jandia können Sie gleich einen ersten Stopp einlegen, auch wenn Sie vielleicht noch gar nicht losgefahren sind. Die Salzwiesen von Jandia sind ein komplexes Ökosystem und liegen direkt zwischen dem Strand und der Hauptstraße Avenida del Saladar. Das Biosphärenreservats im Süden von Jandia ist Teil des „Naturschutzgebietes Fuerteventura“.
Wir verlassen nun aber Jandia Richtung Norden, vorbei an den beliebten Stränden Playa de Matorral (Playa Jandia), Playa Esquinzo, Playa Barca bis hin nach Costa Calma. Auf der rechten Seite können Sie immer wieder den herrlichen Blick auf den Atlantik genießen. Einen kurzen Zwischenstopp für ein paar Fotos können Sie am Barranco de los Canarios machen. Dort haben Sie einen tollen Blick auf die Wanderdünen.

Abstecher nach Costa Calma

In Costa Calma angekommen können Sie ja einen kleinen Abstecher in den Ort oder an den Strand machen. Allerdings gibt es in Costa Calma nicht viel zu sehen. Es ist ein geplanter Urlaubsort, der im wesentlichen nur aus Hotelanlagen besteht. Dafür ist der Strand umso schöner. Feiner goldgelber Sand und das türkisblaue Meehr laden zum relaxen ein.

Auf zur Westküste – Bizarre Felsenküste bei La Pared

Fuerteventura - Autotour von Jandia nach Betancuria

Fuerteventura – Autotour von Jandia nach Betancuria

In Costa Calma befinden wir uns an der schmalsten Stelle von Fuerteventura; hier ist die Insel nur 5 km breit. Wir verlassen nun aber Costa Calma an der Ostküste wieder, da wir heute noch viel vor haben und fahren in Richtung der Westküste von Fuerteventura. In Costa Calma biegen Sie links von FV-2 Richtung La Pared ab und befahren nun die FV-617.
Nach etwa 9 km erreichen Sie den kleinen Ort La Pared. La Pared an sich ist kein schöner Ort. Es wurde hier versucht ein neues Feriengebiet zu etablieren, was wohl misslang. La Pared sieht daher etwas runtergekommen aus. Zerschlagene Beleuchtung, vertrocknete Palmen, halbfertige Straßen prägen das Bild. Schaut man sich Bilder aus der Entstehungszeit an, sollte es wohl mal ein exklusiver Ferienort werden. (Stand 2011) In den Bungalows wohnen hauptsächlich deutsche und englische Residenten. So trostlos La Pared auch erscheinen mag, desto überwältigender ist sind die Küste und der Strand. Bizarre Felsformationen, gegen die bei Westwind bis zu 10 m hohe Wellen peitschen machen La Pared zu einem beliebten Fotomotiv.

Auf ins Gebirge von Fuerteventura

La Pared verlassen Sie wieder in Richtung Norden und folgen weiter in der FV-617. Die Landschaft wird nun immer bergieger und noch karger. Über etliche Kilometer werden Sie nichts Aufregendes sehen, vielleicht hier und dort mal eine Herde freilebender Ziegen. einen Zwischenstopp können Sie ja vielleicht an einem der Aussichtsplätze (Mirrador) machen um ein paar Fotos von den teilweise sehr tiefen Schluchten und Tälern (Barranco) zu machen.

Schiffswrack der American Star

Bis vor einigen Jahren lohnte sich noch ein Abstecher zu dem Schiffswrack des Luxusliners der „American Star“. Bei meinem letzten Besuch war allerdings nicht mehr viel zu sehen. Allerdings hängt dies auch sehr vom Wellengang ab, aber inzwischen ist die American Star fast gänzlich gesunken. Auf der FV-617 gibt es zwischen La Pared und Ajúy bei km 8 und km 5 (Beschilderung am Straßenrand beachten) Schotterpisten, auf denen Sie zum Schiffswrack gelangen. Achten Sie auf die Hinweisschilder, damit Sie nicht das millitärische Sperrgebiet befahren! Wie gesagt, viel zu sehen gibt es vom Wrack nicht mehr.

Ihre Entscheidung – was möchten Sie noch sehen?

Kurz bevor Sie den Ort Pajara erreichen müssen Sie sich entscheiden entweder FV-617 nach Pajara zu nehmen oder nach Ajuy zu fahren. Ich empfehle Ihnen aber auf jeden Fall einen Astecher zu den Höhlen von Ajuy zu machen. Darum biegen wir nun links auf die FV-621 ab und folgen den Schildern nach Ajuy.

Höhlen von Ajuy

Fuerteventura - Autotour von Jandia nach Betancuria

Fuerteventura – Autotour von Jandia nach Betancuria

Die Straße nach Ajuy ist entgegen vieler Aussagen von Reiseführern gut befahrbar. Die Straße ist zwar eng und es geht in vielen Serpentienen über das Gebirge, aber dennoch müssen Sie sich keine Sorgen machen. Nach etwa 10 km über abenteuerliche Bergstraßen mit vielen Serpentien erreichen Sie Ajuy. Der kleine Fischerort wirkt sehr verschlafen. Direkt am Strand gibt es einen Parkplatz und ein ausgezeichnetes Restaurant, das leckere Fischgerichte serviert. Vielleicht mögen Sie ja dort Ihr Mittagessen einnehmen. Der Strand von Ajuy ist pechschwarz und liegt in einer Bucht aus bizarrenn Felsformationen. Das Highlight in Ajuy sind die bis zu 600 m in die Felsen hineinreichenden Höhlen. Am Strand begeben Sie sich nach links. Nach einem kurzen Fußweg von ca. 15 min über das Kliff von Ajuy erreichen Sie über eine Steile Treppe, die zum Strand herabführt die Höhlen von Ajuy. Die Höhlen entstanden durch eine große Luftblase in der vulkanischen Magma. Angeblich sollten die Höhlen im 2. Weltkrieg der deutschen Marine als U-Boot Stützpunkt gedient haben.

Pajara

Fuerteventura - Autotour von Jandia nach Betancuria

Fuerteventura – Autotour von Jandia nach Betancuria

Fühlen Sie sich nun wie ein Höhlenforscher? Nach diesem erlebenswerten Abenteuer fahren wir wieder zurück nach Pajara. Leider gibt es keine andere Möglichkeit, als wieder die gleiche Straße, FV-621 zurück zu fahren.
Pajara ist eine kleine grüne Oase in der vulkanischen Umgebung. Viele Blumen und Sträucher, Palmen und Rasenflächen wurden angelegt. Sehenswert ist die 1711 erbaute Kirche. Viele verschiedene Motive schmücken den Innenraum der Kirche. Die Jungfrau auf dem Altar wurde von einem wohlhabenden Auswanderer mit nach Fuerteventura gebracht und der Kirche gestiftet.
Unweit von Pajara liegt die kleine ruhige Stadt Tuineje. Im Jahr 1740 begab sich dort die Geschichte, dass 37 Bauern mit nur fünf Gewehre und verschiedenen landwirtschaftlichen Geräten gegen 50 englischen Piraten gekämpft haben sollen, die mit Gewehren und Kanonen bewaffnet waren. Die Schlacht fand am Montana de Tamacite statt und überraschenderweise gewannen die Einwohner Tuineje die Schlacht. Dreißig Piraten sollen getötet worden sein und nur fünf Einwohner sollen ihr Leben verloren haben.

Vega de Rio Palmas

Nach diesem kurzen Stadtrundgang verlassen Sie Pajara auf der FV-30 Richtung Betancuria. Nach etwa 10 km erreichen Sie den kleinen Ort Vega de Rio Palmas. Auf dem Weg dorthin befindet sich ein Aussichtspunkt (Mirrador) von dem Sie einen tollen Blick auf das Palmental und die Stauseen haben. Möchten Sie die Stauseen besuchen, die bei den Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel sind, müssen Sie in Vega de Rio Palmas links auf den Feldweg abbiegen. Hier finden Sie kaum Touristen, daher können Sie an dem Stausee die herrliche Natur und Stille genießen.

Mirador Morro Velosa

Fuerteventura - Autotour von Jandia nach Betancuria

Fuerteventura – Autotour von Jandia nach Betancuria

Rio Palmas verlassen Sie in nördlicher Richtung und befahren weiterhin die FV-30. Nach einigen Kilometern achten Sie auf das Schild „Mirrador Morro Velosa“. Biegen sie dort rechts ab und gelangen Sie zu einer Schranke, an der sie ein Ticket lösen müssen. Diese kleine Investition lohnt jedoch auf dem Berggipfel auf ca. 600 m befindet sich ein Restaurant und ein toller Aussichtspunkt. Dort haben Sie einen Blick fast über die gesammte Insel Fuerteventura. Nach diesem tollen Ausblick fahren wir wieder in die gleiche Richtung zurück, nach Betancuria.

Betancuria

Fuerteventura - Autotour von Jandia nach Betancuria

Fuerteventura – Autotour von Jandia nach Betancuria

Nach einer nicht mehr allzu langen Fahrt gelangen Sie nun in die ehemalige Hauptstadt fuerteventuras, Betancuria. Fuerteventuras ehemalige Hauptstadt Betancuria liegt in einem malerischen Tal neben einem ausgetrockneten Bach, der bis zum 16. Jahrhundert floss. Gegründet wurde im Jahre 1405 von dem normannischen Eroberer Jean de Bethencourt, der dem Ort seinen Namen gab. Betancuria hat eine bedeutende Rolle in der Geschichte Fuerteventuras. Sehenswert sind die Kirche und die Handwerksmanufaktur, in der Sie den einheimischen Künstlern über die Schulter sehen können. Einen Besuch auf eine Tasse Kaffee, oder einem leckeren Essen sollten sie vielleicht dem edlen und sehr stilvollem Restaurant Santa Maria auf dem Kirchplatz abstatten. Das Restaurant serviert eine ausgezeichnete Küche und ist sehr gemütlich und rustikal eingericht und besitzt einen einmalig toll begrünten Innenhof.

 

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